Erinnern. Feiern. Zukunft gestalten

15.10.2026 | Die Erzdiözese Freiburg feiert im nächsten Jahr ihr 200-jähriges Bestehen

Freiburg. Mit der Weihe ihres ersten Erzbischofs Bernhard Boll im Freiburger Münster am 21. Oktober 1827 fand der Gründungsprozess der Erzdiözese Freiburg vor genau 199 Jahren seinen offiziellen Abschluss. Ganz in der Tradition vorheriger Meilensteine – wie der 175-Jahr-Feier im Jahr 2002 – blickt das Erzbistum 2027 daher nach vorn, 200 Jahre nach diesem historischen Ereignis. Unter dem Leitgedanken „Erinnern. Feiern. Zukunft gestalten“ verbindet das Jubiläumsjahr 2027 die historischen Wurzeln mit einer aktiven Standortbestimmung in Zeiten gesellschaftlicher und struktureller Umbrüche.
 
Im Mittelpunkt stehen dabei die Menschen in Baden und Hohenzollern, ihr vielfältiges ehrenamtliches und hauptberufliches Engagement. Zentral wird auch die Frage sein, wie Glaube und Kirche heute und in Zukunft eine relevante Antwort auf die Nöte und Fragen der Gesellschaft geben können.
 
„Ein kirchliches Jubiläum kann und darf in der heutigen Zeit nicht die Selbstbespiegelung einer Institution sein“, ordnet Erzbischof Stephan Burger das Jubiläum ein. „Wie Papst Johannes XXIII. einst formulierte, sind wir nicht dazu da, ein Museum zu hüten, sondern einen Garten zu pflegen, der von blühendem Leben strotzt und für eine schönere Zukunft bestimmt ist. 200 Jahre Erzdiözese Freiburg bedeuten 200 Jahre Aufbrüche, Krisen, aber vor allem unzählige Geschichten von Menschen, die aus dem Glauben heraus Hoffnung geschöpft und Verantwortung für ihre Nächsten übernommen haben, um an dieser Zukunft mitzuwirken. Diesen Auftrag führen wir im Prozess der Kirchenentwicklung konsequent weiter.“

Dezentrales Programm in Baden und Hohenzollern: Von Kunst bis Chorfestival

Das Programm für das Jahr 2027 wird vor allem dezentral und nah bei den Menschen vor Ort in den neu entstehenden Pfarreien gestaltet. Statt einer einzigen zentralen Festveranstaltung prägen zahlreiche lokale und dezentrale Initiativen das Jubiläumsjahr. Viele weitere Veranstaltungen im Jahresverlauf werden durch das Jubiläum eine besondere Ausprägung erfahren.
 
Erste größere Veranstaltung in diesem Rahmen ist der Aschermittwoch der Künste im Februar mitsamt dem interdisziplinären Kunstprojekt „12 Frauen“, das im Münsterforum Freiburg beginnt und im Jahresverlauf in Konstanz und Bruchsal Station macht.
 
Im Juni 2027 ist die Erzdiözese Freiburg Gastgeber des 9. Deutsches Pueri Cantores Festival, zu dem rund 2.500 jugendliche Sängerinnen und Sänger erwartet werden. Ein weiteres musikalisches Highlight sind fünf Aufführungen des Jubiläumsmusicals „Mirjams Sohn – Vision Frieden“ an verschiedenen Orten im Erzbistum.
 
Neben dem zentralen Pontifikalamt zum Patrozinium (Mariä Himmelfahrt) am 15. August 2027 im Freiburger Münster prägen diözesane Feste wie das Konradi-Fest in Konstanz (21. November) und das Stephanus-Fest in Karlsruhe (26. Dezember) sowie eine interreligiöse Feier auf dem Münsterplatz (13. Mai) das Programm. Die Berufsgruppen der Pastoralreferenten und -referentinnen sowie der Gemeindereferenten und -referentinnen begehen im Jubiläumsjahr die Feier ihres 50- bzw. 100-jährigen Bestehens.
 
Auf Einladung von Erzbischof Stephan Burger tagt die Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz im Jubiläumsjahr vom 15. bis zum 18. Februar im Kloster Hegne (bei Allensbach am Bodensee). Am Tag des offenen Denkmals am 12. September 2027 öffnen sich unter anderem die Türen des Erzbischöflichen Ordinariats für die Öffentlichkeit.
 
Dem Ziel, das Jubiläum auch unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit zu begehen, entspricht der Plan der Stiftungen der Erzdiözese Freiburg, im Verlauf des Jubiläumsjahres verteilt über die gesamte Fläche der Erzdiözese mindestens 2000 klimaresistente Bäume zu pflanzen und damit langfristig zum Erhalt des Waldes beizutragen.
 
Regionale und lokale Veranstaltungen und Initiativen, Informationen zur Bistumsgeschichte sowie ein speziell aufbereiteter Heiligenkalender sind ab sofort auf der zentralen Internetseite www.ebfr.de/200jahre abrufbar.
 
Flankiert wird das Jubiläum durch zwei größere Publikationen: ein Sonderheft des Konradsblatts unter dem Titel „Reiseziel Heimat“ sowie eine Neuauflage des Buchs über die Freiburger Bischöfe von Dr. Christoph Schmider, das die Lebensläufe und Epochen der Freiburger Oberhirten beleuchtet.
 
Über die Website www.ebfr.de/200jahre, den wöchentlichen Newsletter sowie die Social-Media-Kanäle der Erzdiözese wird das Jubiläum kontinuierlich begleitet.
 
(pef)